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11. April 2026
Die Artistic Research Circles sind künstlerisch-forschungsbasierte Treffen, die Menschen zusammenbringen, die sich für Kunst und Ökologie interessieren: das sind die Themen meiner Forschung.
Man kann sie als eine diskursive Erweiterung meiner Praxis sehen.
Es ist eine Methode, die darauf abzielt, Wissensaustausch und neue Einsichten zu fördern.
Ihr Charakter ist hybrid. Es ist kein Vortrag, keine Rede oder Workshop. Es ist ein Moment, in dem ich meinen Forschungsprozess teile.
Ich habe diese Serie von Artistic Research Circles entworfen, um mein Projekt Coincidental Creature zu erweitern. Dieses Projekt untersucht das Konzept des Zufalls und die kreative Beziehung zu Lebewesen.
Das typische Format eines Circles besteht aus vier Phasen:
Zuerst stelle ich meine Forschung vor, erkläre die Hauptideen und zeige einige damit verbundene Kunstwerke.
Dann lenke ich die Aufmerksamkeit des Circles auf eine spezifische Frage oder ein Thema. Zum Beispiel: Was passiert, wenn man eine Installation im Freien erstellt und ein Hund kommt und Löcher gräbt? Oder: Wie können wir kreativ mit den Handlungen von Tieren interagieren, ohne sie zu vereinnahmen?
Danach beginnen wir einen Dialog über diese Frage. Jeder kann persönliche Perspektiven einbringen. Wir können auch Auszüge aus Büchern oder Artikeln lesen, die interessant sind.
Zum Schluss experimentieren wir mit leichten Aktivitäten. Das Ziel ist, die kollektive Reflexion zu unterstützen. Dies geschieht durch das Gestalten kleiner Objekte. Ich bringe einige Grundmaterialien mit. Man kann natürliche Materialien wie Steine oder kleine Äste finden. Auch biologisch abbaubare Materialien wie Kokosfasermischung, Jute-Kletterpflanzennetz oder Kokosfaserkugeln können verwendet werden.
Das Format ist flexibel und kann sich je nach Dynamik der Teilnehmer*innen entwickeln.
Ich verbinde den Circle mit meiner aktuellen Forschung und meiner Serie von Kunstwerken unter dem Namen Coincidental Creature, die sich mit Kunst, Zufall und Lebewesen beschäftigt. Mehr Informationen zu Coincidental Creature finden Sie hier. Dort kann auch eine PDF-Broschüre heruntergeladen werden.
Coincidental Creature behandelt globale Themen der Gegenwart, wie Kunst und Ökologie, Beziehungen zwischen Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen sowie ethische Fragen.
Ich glaube, dass diese Themen in Berlin eine Brücke zwischen der Kunstszene und der lokalen Gemeinschaft Ihres Raums in Moabit schlagen können.
In den Circles teilen die Teilnehmer*innen freiwillig ihre Ideen und Gedanken. Sie beeinflussen die Gedanken, Arbeiten und Forschungen der anderen und schaffen Inspiration. Wie in einem offenen Dialog üblich, bleiben die daraus entstehenden Arbeiten oder Forschungen im Besitz der jeweiligen Teilnehmer*innen. In einigen Fällen kann die Inspiration jedoch mit einer Formulierung wie „Entwickelt unter Nutzung von Erkenntnissen aus den Artistic Research Circles, Teil des Projekts Coincidental Creature“ anerkannt werden.
Ich freue mich über eine kurze Anmeldung zur besseren Planung, aber man kann auch gerne spontan vorbeikommen. Anmeldung per E-Mail: vincenzo@vfmarrese.com
Teilnahme auf Spendenbasis

